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Teamwork - So stellen Sie das Perfekte Team zusammen!

Teamwork - So stellen Sie das Perfekte Team zusammen!
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Jana Fast am 08.07.2016

Ein produktives Team ist der Schlüssel für Unternehmenserfolg. Doch welche Rahmenbedingungen muss ein Unternehmen schaffen, damit Teamarbeit funktioniert? Wie stellt man „das perfekte Team“ zusammen? Projekte und Studien, die sich mit diesen Fragen befasst haben, kamen nun zu dem Ergebnis: Es ist gar nicht so wichtig, welche Individuen mit ihren fachlichen Kompetenzen Teil des Teams sind, sondern vielmehr, wie diese miteinander zusammenspielen. Zum Vergleich: Die teuersten und besten Fußballspieler der Welt nützen einem Verein nichts, wenn diese nicht als Team zusammen funktionieren. Ein Haufen von Experten, die alle ihren Willen durchsetzen wollen und von denen jeder auf seine Meinung beharrt, wird wohl kaum Etwas zum Unternehmenserfolg beisteuern können. Aus diesem Grund ist es wichtig, die einzelnen Teammitglieder mit Bedacht zu wählen. Wie Sie laut neuester Forschungsergebnisse das ideale Team zusammenstellen, erfahren Sie hier.

Jeder Arbeitgeber sollte sich bewusst machen, wie sehr der Erfolg einer Firma von den einzelnen Mitarbeitern abhängt. Die Zusammenarbeit dieser ist nämlich der Schlüssel zu mehr Produktivität, Innovationen, und im Umkehrschluss daran auch für mehr Umsatz. Doch ein erfolgreiches Team bietet nicht nur Vorteile für das Unternehmen. Die Mitglieder des Teams selbst sind, sofern eine gute Zusammenarbeit einwandfrei funktioniert, zufriedener mit ihren Job. Wenn die Zusammenarbeit klappt, steigert das die Identifikation zum Unternehmen, was sich positiv auf das Employer Branding auswirkt. Dadurch kann eine hohe Fluktuationsrate vermieden werden, was sich ebenfalls positiv auf Recruitingkosten auswirkt. Es gibt also genügend Gründe, sich mit den idealen Rahmenbedingungen für mehr Teamerfolg auseinanderzusetzen.

Teamerfolg: So schaffen Sie die Rahmenbedingungen für besseres Teamwork

Am Markt etabliert, stetig wachsende Umsatzzahlen, innovativ und dynamisch. Dies sind die Eigenschaften, die erfolgreiche Unternehmen auszeichnen. Doch wie erreicht man diese Ziele? In erster Linie braucht es dafür eins: Gute Teamarbeit. Damit diese überhaupt erst möglich ist, sollten folgende Rahmenbedingungen geschaffen werden:

Das perfekte Umfeld schaffen

Nur diejenigen Mitarbeiter, die sich in ihrem Umfeld wohlfühlen, werden sich auch nicht davor scheuen, Vorschläge zu unterbreiten oder neue Ideen in den Raum zu werfen. Sie sollten sich sicher fühlen, respektiert und wertgeschätzt. Arbeitnehmer, die Angst davor haben müssen, ihre Vorschläge würden nicht auf Akzeptanz, dafür aber auf harsche Kritik treffen, behalten Ideen für sich. Und so kann das Unternehmen nicht vom Einfallsreichtum seiner Mitarbeiter profitieren. Eine angenehme Arbeitsatmosphäre und ein harmonisches Miteinander unter Kollegen sind daher Punkte, die nicht unterschätzt werden sollten.

Ein gemeinsames Ziel definieren

Das gemeinsame Ziel lautet zwar immer, ein Projekt zum Erfolg zu bringen, doch kann man sich bei der Zieldefinierung auch ein wenig mehr Mühe geben. Denn Teamspirit, also der Teamgeist, darf nicht fehlen. Eine Identifikation mit der Gruppe als Schlüssel für eine hohe Kooperationsbereitschaft, dem offenen Austausch von Ideen, sowie dem respektvollen Umgang miteinander. Sind alle Mitglieder eines Teams der festen Überzeugung, sie tun etwas Sinnvolles, und ziehen dabei am gleichen Strang, dann stärkt das nicht nur die Gruppendynamik, sondern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Mehr Motivation und eine höhere Arbeitsmoral können also mit der richtigen Zieldefinierung erreicht werden.

Regelmäßige Rückmeldungen

Transparenz ist das A und O von erfolgreichem Teamwork. Jedes Teammitglied sollte immer wissen, auf welchem Stand das Projekt gerade ist und wie als nächstes vorgegangen wird. Nur so können die einzelnen Mitarbeiter auch ihren Beitrag effizient beisteuern. Regelmäßige Meetings sind daher unverzichtbar, genauso wie der Austausch darüber, wie die Arbeit bei jedem Einzelnen vorangeht. Durch häufiges Feedback sorgt man außerdem dafür, dass Prozesse kontinuierlich optimiert werden. Eine gemeinsame Reflexion darüber, wie die Arbeit vorankommt und welche Herangehensweise hilfreich war und welche nicht, darf auch nicht fehlen.

Das „perfekte Team“ zusammenstellen

Wenn die Rahmenbedingungen umsetzbar sind, geht es an die Zusammenstellung des „perfekten Teams“. Den größten Fehler, den Arbeitgeber dabei begehen, ist nur auf die fachlichen Qualifikationen der Mitarbeiter zu achten. Viel wichtiger ist aber die Persönlichkeit der einzelnen Arbeitnehmer. Der britische Psychologe Meredith Belbin hat neun Teamrollen herausgearbeitet, die in Kombination miteinander das „perfekte Team“ bilden. Drei davon sind handlungsorientierte Rollen, drei weitere bilden die kommunikationsorientierten Rollen, und die letzten drei stellen die wissensorientierten Rollen dar. Hier die Zusammensetzung eines perfekten Teams nach Belbin:

Der Neuerer/Erfinder: Dieser Mitarbeiter zeichnet sich durch seine unorthodoxe Denkweise aus. Er hat keine Angst vor Veränderungen, bringt innovative Ideen ein und steckt voller Kreativität und Erfindergeist.

Der Wegbereiter/Weichensteller: Der Wegbereiter ist extrovertiert und hat ein Händchen für das Knüpfen von neuen Geschäftskontakten. Die Kunden lieben ihn und er hat ein sehr breites Netzwerk, auf das er zurückgreifen kann. Somit stellt er die Weichen für das Umsetzen von Plänen.

Der Koordinator/Integrator: Dieses Teammitglied ist sehr wichtig, den der Koordinator koordiniert Arbeitsprozesse, setzt Prioritäten und bringt Entscheidungsprozesse voran. Zudem achtet der Koordinator darauf, dass Zeitvorgaben und Deadlines eingehalten werden. Ihm gehört das ganze Vertrauen des Teams.

Der Macher: Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hier um eine handlungsorientierte Rolle. Der Macher setzt Vorgaben um, definiert Teilziele und formt Strukturen im Arbeitsprozess. Zudem bringt er Entscheidungen voran und sorgt für eine gewisse Dynamik im Team.

Der Beobachter: Der Beobachter zeichnet sich dadurch aus, dass er analytisch und strategisch die Machbarkeit von Ideen prüft. Er betrachtet die Dinge distanziert und nüchtern und hat damit den Ruf, ein gutes Urteilsvermögen zu haben.

Der Teamarbeiter/Mitspieler: Hinter dieser Rolle verbirgt sich die „gute Seele“ des Teams. Dieser Mitarbeiter ist besonders sozial, sehr kommunikativ und sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima. Vor allem in Konfliktsituationen ist seine Diplomatie gefragt. Aber auch sonst ist der Teamarbeiter ein guter Vermittler zwischen den einzelnen Teammitgliedern.

Der Umsetzer: Umsetzer entwickeln Arbeitspläne, arbeiten methodisch und systematisch. Einsatz finden Umsetzer zum Beispiel bei der Definition von Zielen. Sie arbeiten diszipliniert und effektiv daran, Konzepte in durchführbare Arbeitsschritte zu verwandeln und geben ihren Teammitgliedern somit konkrete Handlungsempfehlungen.

Der Perfektionist: Diese Teamrolle achtet auf all die Details, die anderen Mitarbeitern leicht entgehen könnten. Der Perfektionist vermeidet Fehler und sorgt damit für optimale Ergebnisse der Gruppe. Er ist besonders pünktlich, zielstrebig und ehrgeizig.

Der Spezialist: Ohne ihn geht es nicht: Der Spezialist liefert das nötige Know-How für die Teamarbeit. Diese Teamrolle befasst sich eher mit fachlichen Inhalten und leistet einen professionellen Beitrag zur restlichen Teamarbeit. Mit seinem fundierten Experten- und Hintergrundwissen ergänzt der Spezialist mögliche Lücken anderer Teammitglieder.

Erfolgreiches Teamwork

Diversität spielt in dem Konzept von Belbin eine zentrale Rolle. Doch auch aktuelle Studien belegen: Heterogene Teams arbeiten besser zusammen als homogene Teams. Die unterschiedlichen Perspektiven, Blickwinkel und Meinungen gegenüber einem Projekt sind es vermutlich, die zu einer besseren Umsetzung führen. Dabei dürfen Elemente wie Wertschätzung, Kommunikation auf Augenhöhe, und der Respekt voreinander nicht fehlen. Auch sollten die einzelnen Teammitglieder stets auf die gegenseitige Unterstützung der Anderen hoffen können. Sind die richtigen Typen dafür gefunden und die Rahmenbedingungen ebenfalls gegeben, steht einem erfolgreichen Teamwork nichts mehr im Wege!