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Stellenanzeigen schreiben:13 nützliche Tipps für die Erstellung einer Stellenanzeige

Stellenanzeigen schreiben:13 nützliche Tipps für die Erstellung einer Stellenanzeige
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Jana Fast am 28.08.2016

Die Suche nach einem neuen Mitarbeiter, welcher die perfekte Ergänzung eines bestehenden Teams werden soll, ist leider nicht immer so einfach. Die Schuld daran trägt aber nicht nur der Fachkräftemangel. In sehr vielen Stellenanzeigen finden sich nämlich immer wieder belanglose Floskeln. Es werden zum Beispiel Fachkräfte gesucht, die flexibel und teamfähig sind. Aber was soll das bedeuten? So manch ein Bewerber bekommt schnell den Eindruck, dass ein Stellenangebot dem anderen gleicht. Die Motivation, sich auf so ein nichtssagendes Inserat zu bewerben, ist versändlicherweise sehr gering. Die Folgen: Zu wenige Kandidaten bewerben sich in Ihrem Unternehmen. Doch auch das Gegenteil könnte eintreffen. Firmen, die Ihre Stellenanzeigen sehr allgemein formulieren, bekommen unter Umständen eine große Flut an Bewerbungen zugesandt. Doch so richtig passt dann doch kein Bewerber auf die ausgeschriebene Stelle. Was tun?

Das Verfassen einer Stellenanzeige ist schon eine Kunst für sich. Denn es gibt unzählige Details,  die beachtet werden müssen. Für eine erfolgreiche Mitarbeitersuche ist es aber unerlässlich, sich diesem Thema zu widmen. Schließlich sind qualifizierte Mitarbeiter eine Grundvoraussetzung dafür, dass ein Unternehmen wachsen und Erfolge erzielen kann. Aber wie schreibt man eine Stellenanzeige? Hier gibt es die Antwort auf diese Frage. Im Folgenden finden Sie zudem noch nützliche Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verfassen einer guten Stellenanzeige!

Tipps für richtig gute Stellenanzeigen: In 5 Schritten zur perfekten Stellenanzeige

Je mehr Sie sich mit dem Erstellen von Stellenangeboten beschäftigen, desto besser werden Ihre Inserate. Davon profitiert das gesamte Unternehmen: Denn wer es schafft, die besten Top Talente zu rekrutieren, sorgt für exzellente Arbeitsleistungen im Betrieb. Was es dazu braucht? Individuelle und präzise Stellenanzeigen. So geht’s:

Schritt 1: Das Unternehmen

Jedes Stelleninserat sollte mit einer individuellen Vorstellung des Unternehmens beginnen. Beantworten Sie potenziellen Bewerbern alle Fragen, die diese sich über ihren zukünftigen Arbeitgeber stellen würden. Also: Welche Ziele und Visionen verfolgen Sie? Wie viele Mitarbeiter arbeiten bereits für Sie? Welche Firmenphilosophie verfolgt das Unternehmen? Rattern Sie aber keine Eckdaten und Kennzahlen runter. Wie viel Umsatz Sie im letzten Quartal erzielt haben oder wann die Firmengründung war sind Informationen, die einen potenziellen Kandidaten nicht wirklich interessieren. Sprechen Sie Ihren Bewerber direkt an und vermitteln Sie, warum Sie ein toller Arbeitgeber sind und was an Ihrem Unternehmen so besonders ist. Damit sind Sie der Konkurrenz bei der Rekrutierung von Fachkräften schon einen Schritt voraus und heben sich gleichzeitig positiv von der Masse ab.

Schritt 2: Das Jobangebot

Im zweiten Abschnitt Ihres Stellenangebotes beschreiben Sie die Position, die Sie zu besetzen haben. Auch hier lohnt es sich, sich in den zukünftigen Bewerber hineinzuversetzen und zu überlegen, welche Fragen sich bezüglich des Stellenprofils ergeben könnten. Nennen Sie die Aufgabenbereiche, gezielte Tätigkeiten, die zum Arbeitsalltag gehören werden, aber auch, ob regelmäßige Geschäftsreisen oder Auslandseinsätze dazugehören. Nach Lesen dieses Abschnittes sollte sich der potenzielle Kandidat für diesen Job bestens darüber informiert fühlen, was ihn oder sie bei Antritt der Stelle erwarten wird.

Schritt 3: Das Bewerberprofil

Hier klären Sie die Frage, wer sich bei Ihnen bewerben sollte. Wird ein bestimmter Schulabschluss vorausgesetzt? Sollten sich nur Hochschulabsolventen bewerben? Anstatt aus der Luft gegriffene Forderungen zu stellen, müssen sich Recruiter an dieser Stelle genau überlegen, welche Anforderungen wirklich erfüllt werden müssen, um den Job erfolgreich ausüben zu können. Häufig werden als Anforderung pauschal drei bis fünf Jahre Berufserfahrung gelistet. Wägen Sie lieber genau ab, ob Sie solche Standard-Forderungen auch stellen, oder Ihr Stellenangebot lieber individueller gestalten. Letzteres verspricht übrigens mehr Erfolg! Qualifizierte Fachkräfte, die bei der Jobsuche zum zehnten Mal innerhalb von wenigen Minuten die Anforderungen „Belastbar“ und „Motiviert“ lesen, verlieren schnell das Interesse. Wer 08/15 – Formulierungen wählt, vermittelt schnell den Eindruck, es handle sich auch um einen 08/15 – Job. Vermeiden Sie das auf jeden Fall. Präzisieren Sie das Bewerberprofil und Sie werden sehen, dass sich die Anzahl relevanter Bewerbungen erhöhen wird!

Schritt 4: Ihre Leistungen

Nicht nur ein potenzieller Mitarbeiter sollte bestimmte Kriterien erfüllen: Auch andersrum gilt, dass ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber bestimmte Leistungen erbringen sollte. Welche dies sind, ist ganz individuell. Manche bieten flexible Arbeitszeiten an, andere die Option, jederzeit im Home Office zu arbeiten. In diesem Abschnitt einer guten Stellenanzeige sollte der Bewerber erfahren, was Sie ihm zu bieten haben. Regelmäßige innerbetriebliche Schulungen? Eine gesunde Mitarbeiterkantine? Was auch immer es ist, dass Sie zu einem attraktiven Arbeitgeber macht, stellen Sie die Punkte an dieser Stelle zusammen. Personaler können hier beispielsweise auch langjährige Mitarbeiter fragen, warum Sie gerne im Unternehmen arbeiten. Die Antworten darauf lesen sich interessierte Bewerber bestimmt lieber durch als irgendwelche ungenauen Gehaltsversprechungen.

Schritt 5: Organisatorisches

Der letzte Absatz einer gut formulierten Stellenanzeige dient nur noch dazu, alle organisatorischen Fragen zu klären. Machen Sie hier Angaben zum gewünschten Bewerbungsweg, also ob Sie eine schriftliche Bewerbung per Post wünschen, oder ob eine E-Mail Bewerbung ausreicht. Auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist es wichtig, interessierten Kandidaten einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Dieser sollte nicht nur „Personalabteilung“ lauten! Nennen Sie eine konkrete Person, an die Top Talente ihre Bewerbung richten können und die bei Fragen telefonisch zu erreichen ist. An dieser Stelle können Sie auch Ihre Bewerbungsfrist nennen.

13 nützliche Tipps für bessere Stellenanzeigen

Nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Verfassen von guten Stellenanzeigen, haben wir im Folgenden unsere besten Tipps für bessere Stellenanzeigen zusammengetragen. Damit die Mitarbeitersuche nicht zu einem Trauerspiel, sondern zu einem nachhaltigen Erfolgserlebnis wird!

  • Ermitteln Sie die Zielgruppe für Ihr Jobangebot und passen Sie Schreibstil und Gestaltung der Anzeige an diese an
  • Wählen Sie eine aussagekräftige Überschrift, in der deutlich wird, um was für eine Stelle es sich handelt
  • Verwenden Sie in der Überschrift die gängigste Jobbezeichnung, um auch von möglichst vielen Bewerbern gefunden zu werden
  • Veröffentlichen Sie Ihre Stellenangebote nicht nur auf Online-Stellenbörsen und Ihrer Karriere-Homepage, sondern auch auf allen Social Media Kanälen
  • Geben Sie den frühstmöglichen Eintrittstermin für den Job bekannt
  • Geben Sie an, wie viele Arbeitsstunden pro Woche anfallen
  • Machen Sie im Stellenangebot deutlich, ob es sich um eine befristete oder unbefristete Stelle handelt
  • Sie können angeben, welche Soft Skills Sie von einem zukünftigen Mitarbeiter erwarten, aber Achtung: Keine Floskeln verwenden
  • Personaler dürfen beim Formulieren der Stellenanzeige das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) nicht verletzen
  • Um Ihr Stellenangebot zu präzisieren, verwenden Sie Details, aber nur soviel, dass ein interessierter Kandidat nicht von einer Textwand erschlagen wird
  • Für eine bessere Lesbarkeit empfiehlt es sich, Aufzählungen in das Stelleninserat einzubauen
  • Vergessen Sie nicht, ein authentisches Foto des Unternehmens in das Stelleninserat einzufügen
  • Sprechen Sie die Emotionen von Bewerbern an und vermitteln Sie das Gefühl, dass sich eine Bewerbung in Ihrem Unternehmen lohnt

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