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Sie haben den Job nicht bekommen? 7 Tipps für den Umgang mit Absagen

Sie haben den Job nicht bekommen? 7 Tipps für den Umgang mit Absagen
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Jana Fast am 26.01.2017

Voller freudiger Erwartungen beobachten Sie Ihr Telefon. Das letzte Vorstellungsgespräch lief gut, und Sie hoffen auf eine baldige Zusage. Der ersehnte Anruf vom Wunsch-Arbeitgeber bleibt aus. Stattdessen erhalten Sie eine E-Mail. Sie sehen gleich, dass die Nachricht mit dem Wörtchen „Leider“ beginnt. Eine kurze und unpersönliche Absage. Schon wieder. 

Die Jobsuche kann eine langwierige Sache werden. Nicht immer findet man gleich das Jobangebot, dass einem zusagt. Und wenn doch, dann muss man sich im Bewerbungsverfahren einer Vielzahl an Konkurrenten stellen. Im Vorstellungsgespräch lernt man sich gegenseitig kennen – eine wichtige Gelegenheit und meist entscheidend darüber, ob man eine Stelle bekommt oder nicht. Doch was kann man tun, wenn es immer wieder nur Absagen hagelt? 

Tipps für den Umgang mit Absagen 

Auch wenn sich Absagen zunächst immer wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen, so kann man ihnen doch auch positive Eigenschaften zuschreiben. Sie geben Aufschluss darüber, an welchen Fähigkeiten man noch arbeiten sollte, und bewahren einen im besten Fall davor, einen Job anzutreten, für den man nicht gemacht ist. Die gute Nachricht: Aus jeder Absagen können Sie etwas lernen, und sie alle bringen Sie ein Stückchen näher zu dem Job, der wirklich zu Ihnen passt! 

Das positive Sehen

Wie viele Vorstellungsgespräche haben Sie in Ihrem Leben bereits geführt? Die meisten Arbeitnehmer bleiben in einem niedrigen zweistelligen Bereich. Sicherlich kennen Sie das Sprichwort: Übung macht den Meister. Auch wenn Ihnen nach einer Jobabsage nicht nach Freuen zu mute ist, so versuchen Sie dennoch, dankbar für die Übung zu sein. Betrachten Sie das Vorstellungsgespräch, dass der Absage vorausging, als Übung. Sie trainieren damit Ihre Fähigkeit, solche Gespräche professionell zu führen. Mit jedem Vorstellungsgespräch werden Sie besser, ebenso wie mit jedem verfassten Anschreiben. Die ganze Mühe war daher keineswegs umsonst!

Reflektieren

Jeder Bewerber geht anders mit Absagen um. Manche gestehen sich ein, dass irgendwo einfach ein besseres Match für die ausgeschriebene Stelle rumläuft. Sie können sehr gut mit der Absage umgehen, da sie sich selbst keine Schuld dafür geben. Diese Sicht der Dinge ist an sich gar nicht so verkehrt. Dennoch ist es wichtig, das eigene Verhalten im Vorstellungsgespräch, sowie die eigenen Bewerbungsunterlagen zu reflektieren. Haben Sie wirklich alles gegeben? Oder hätten Sie sich beim Anschreiben mehr Mühe geben können? Waren Sie auf das Gespräch gut vorbereitet? Oder hätten Sie mit ein wenig mehr Branchen-Wissen noch mehr punkten können? Es ist wichtig, nach jeder Absage den gesamten Bewerbungsprozess bei einem Arbeitgeber zu reflektieren. So erkennt man die eigenen Fehler und kann diese beim nächsten Mal vermeiden.

Akzeptieren

Absagen fühlen sich zunächst wie große Niederlagen an. Diese können einen ganz schön runterbringen. Doch auf der Suche nach dem richtigen Job bleibt keine Zeit, um sich in seine Höhle zu verkriechen und Trübsal zu blasen. Akzeptieren Sie schnell, dass es bei Arbeitgeber A nicht geklappt hat, und setzen Sie alles daran, dass Sie Arbeitgeber B voll und ganz von sich überzeugen.  

Der richtige Fokus

Wir halten uns viel länger mit unseren Niederschlägen auf, als mit unseren Erfolgen. Wenn Sie gerade auf Jobsuche sind, dann legen Sie Ihren Fokus viel eher auf das, was Sie können. Wissen Sie um Ihre Stärken und konzentrieren Sie sich nicht nur auf Ihre Absagen. So ein negatives Denkmuster wird Sie immer mehr verunsichern, was den weiteren Verlauf Ihres Bewerbungsprozesses negativ beeinflussen kann. Wenn Sie selbst nicht mehr an sich und Ihre Stärken glauben, wie wollen Sie sich im nächsten Vorstellungsgespräch als Top-Arbeitnehmer verkaufen? Setzten Sie den richtigen Fokus: Weg von den Absagen – hin zu Ihren Fähigkeiten.

Nachfragen

Leider geben sich die meisten Unternehmen kaum Mühe, eine aufschlussreiche Absage zu formulieren. Wer aber wissen will, warum es nicht geklappt hat, dem bleibt nur eins: Nachfragen. Melden Sie sich erneut bei dem Arbeitgeber, bei dem es nicht geklappt hat. Teilen Sie Ihr Anliegen  der Personalabteilung mit und bieten Sie an, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurückzurufen. So setzen Sie den Personaler nicht unter Druck. Geben Sie diesem Zeit, sich Ihre Unterlagen noch einmal anzuschauen und aufzuschreiben, warum es letztendlich nicht geklappt hat. Mit diesem wertvollen Wissen können Sie bei Ihrer nächsten Bewerbung profitieren. 

Verbessern

Dank Ihrer Nachfrage wissen Sie, warum das Unternehmen Ihnen eine Absage geschickt hat. Nutzen Sie diese Information! Leider hören sich viele Bewerber dieses Feedback immer wieder an, tun aber nichts damit. Überlegen Sie sich, wie Sie die Rückmeldung des Personalers für sich nutzen können, um zukünftige Absagen zu vermeiden. Hierzu müssen Sie wirklich aktiv werden. Auch wenn es bequem ist, in alte Bewerbungsmuster zu verfallen – machen Sie es beim nächsten Mal besser und nehmen Sie sich die Ratschläge der Personalabteilung zu Herzen. 

Weiter machen 

Rückschläge können uns ganz schön aus der Bahn werfen. Gerade wenn es um einen tollen Job bei einem Traum-Arbeitgeber ging, tut so eine Absage besonders weh. Doch wer nach einer Absage den Kopf in den Sand steckt, der wird sich nicht nur viele weitere attraktive Chancen entgehen lassen, sondern auch kaum seine Erfolgschancen verbessern. Nehmen Sie jede Absage als Chance wahr, es beim nächsten Mal besser machen zu können. Dank des Feedbacks der Personalabteilung lernen Sie aus jeder Niederlage etwas Neues dazu. Reflektieren Sie dieses und Sie können nur besser werden!