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Networking im Job: Diese Tipps sollten Sie beachten

Networking im Job: Diese Tipps sollten Sie beachten
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Tanja Tänzer am 27.03.2018

Wer den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erklimmen will, muss zwar die nötige Qualifikation mitbringen und eine Portion Glück haben – doch weitaus wichtiger ist ein anderer Erfolgsfaktor. Das Stichwort lautet „Networking“, und es bedeutet nichts anderes, als dass Sie sich ein Netzwerk von Kontakten aufbauen sollten, auf das Sie beim nächsten Jobwechsel dann auch zugreifen. Allerdings sind beim Networking im Beruf einige Regeln zu beachten. Wer sie beherzigt, hat gute Chancen, den begehrten Traumjob zu finden. Übrigens ist es überhaupt nicht schlimm, ein neues Wirkungsfeld durch Beziehungen oder Empfehlungen zu entdecken. Überzeugen müssen Sie nämlich immer noch selbst, und dabei sind Sie trotz aller guten Kontakte doch letztlich auf sich allein gestellt. Doch worauf kommt es beim Netzwerken an, und wie nutzen Sie Ihre Kontakte?

Die Devise lautet: Klasse statt Masse

Kontakte schaden nur demjenigen, der sie nicht hat – so lautet ein bekanntes Sprichwort. Das ist prinzipiell richtig, deshalb darf Ihr berufliches Netzwerk ruhig sehr weit gefasst sein. Viel wichtiger noch als die Menge der Bekanntschaften mit beruflichem Hintergrund ist aber die Qualität Ihrer Kontakte. Wenn Sie beruflich aufsteigen wollen oder wenn Sie in ein anderes Unternehmen wechseln wollen, sollten Sie Beziehungen in den höheren Ebenen der Hierarchie aufbauen. Mindestens auf der Ebene der Abteilungsleiter sollten Sie sich vernetzen, um dort Ihren Namen und Ihr Gesicht bekannt zu machen. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht wahllos Kontakte knüpfen.

Es geht darum, Menschen zu finden, die Sie beruflich weiterbringen. Beim Aufbau Ihres beruflichen Netzwerks sollten Sie sich also nicht nach unten orientieren, sondern mindestens auf gleicher Ebene. Das mag erst einmal hart klingen. Doch wenn Ihnen Ihre beruflichen Chancen wichtig sind, führt kein Weg daran vorbei, dass Sie sich mindestens in die Managementebene über Ihnen vernetzen müssen. Es geht dabei nicht darum, eine große Anzahl von Kontakten zu knüpfen. Ihr Netzwerk sollte gut ausgesucht sein und sich am besten aus Managern und Leitern von unterschiedlichsten Bereichen zusammensetzen.

Chancen nutzen: So finden Sie Zugang zum Netzwerk Ihres Arbeitgebers

Vor allem in Großkonzernen gibt es ein enormes Angebot an Veranstaltungen zum Networking. Die Zielgruppe kann sehr unterschiedlich sein. Manche Treffen sind nur für junge Einsteiger gedacht. Andere wurden für ambitionierte Teamleiter ins Leben gerufen, die sich zur Führungskraft entwickeln wollen. Veranstaltungen für das Networking können aus gemeinsamen Mittagessen bestehen, häufig trifft man sich aber auch privat, oder man tauscht sich innerhalb der Arbeitszeit aus, wenn der Arbeitgeber den zeitlichen Rahmen dazu vorgibt. Wenn Sie Ihr Netzwerk in der Firma erweitern wollen, informieren Sie sich am besten, welche Möglichkeiten Ihr Unternehmen anbietet. Nehmen Sie Kontakt zu den Verantwortlichen auf und fragen Sie nach den Aufnahme- oder Teilnahmebedingungen. Machen Sie deutlich, dass Sie am Netzwerken interessiert sind, damit Sie Ihr Vorgesetzter dabei unterstützen kann.

Ganz wichtig ist bei solchen Veranstaltungen aber auch, dass Sie es locker angehen. Nur weil Sie eine Einladung zu einem Businesslunch bekommen, steht noch lange nicht der nächste Schritt auf der Karriereleiter an. Beim Netzwerken müssen Sie Geduld mitbringen! Versuchen Sie auch nicht, von Ihren neuen Kontakten eine Gegenleistung zu fordern. Networking beruht auf Freiwilligkeit, hier darf jeder geben und nehmen, wie er möchte. Wenn Sie diesen Grundsatz nicht beherzigen, besteht die große Gefahr, dass Sie Ihre neu gewonnenen Kontakte schnell wieder verlieren, sobald diese merken, dass sie letztlich nur für Ihren eigenen Vorteil ausgenutzt werden. Das sollten Sie unbedingt vermeiden, denn Networking innerhalb der Firma soll vor allem Spaß machen und allen Beteiligten Freude und Motivation bringen.

Soziale Medien: Das unterschätzte Potenzial der Vernetzung

In den letzten Jahren hat Social Media immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es gibt einige sehr anerkannte soziale Netzwerke mit ausschließlich beruflicher Ausrichtung. Einige Netzwerke sind auf einzelne Branchen ausgerichtet, andere sind branchenübergreifend aufgestellt. Suchen Sie sich aus der Fülle der Angebote die besten Netzwerke heraus, die für Ihre Branche oder für Ihr Karriereziel in Frage kommen. Melden Sie sich dort an und suchen Sie nach Kontakten, die Sie kennen und mit denen Sie sich vernetzen können. Besonders interessant ist bei solchen Onlinenetzwerken, welche Zweitkontakte sich ergeben. Wenn Sie sich also mit einem Arbeitskollegen online vernetzen, sind dessen Kontakte für Sie oft noch viel attraktiver als er selbst. So kommen Sie schnell und effektiv an neue Ansprechpartner, an die Sie bisher noch gar nicht gedacht haben.

Durch die sozialen Netzwerke erweitert sich Ihr Spielraum bei neuen Kontakten äußerst zügig. Das gilt besonders, wenn Sie auf Ihrem Profil eine Wechselbereitschaft angeben. Unzählige Kontakte werden heute in den sozialen Netzwerken geknüpft, und das Potenzial dürfte in den nächsten Jahren noch zunehmen. Wenn Sie also gezieltes Networking betreiben wollen, sollten Sie sich mindestens in einem sozialen Netzwerk anmelden und dort auch aktiv auf die Suche nach neuen Kontakten gehen. Auch in den sozialen Medien ist natürlich Geduld gefragt, denn Ihr neuer Kontakt sollte keinesfalls sofort als Ansprechpartner für einen Jobwechsel missbraucht werden. Trotzdem entstehen Jobwechsel heute zunehmend durch den Onlineaustausch, und dieses Potenzial sollten Sie als Wechselwilliger unbedingt nutzen.