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Natur im Büro: Tipps für eine entspanntere Arbeitsatmosphäre

Theresa Müller am 03.02.2020
ca. 1037 Worte
ungefähre Lesezeit 3 Minuten 46 Sekunden
Natur im Büro: Tipps für eine entspanntere Arbeitsatmosphäre
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Inhalt:
  1. Warum Natur ins Büro holen?
  2. Mehr grün im Büro: So klappt es mit einem grünen Arbeitsplatz!
    1. Tipp 1: Statten Sie Ihren Arbeitsplatz mit Zimmerpflanzen aus
      1. Vorteile von Pflanzen im Büro
    2. Tipp 2: Gestalten Sie Ihr Büro mit Pflanzen-Wänden.
    3. Tipp 3: Arbeiten Sie auf einer Waldboden-Matte.
    4. Tipp 4: Nutzen Sie das Tageslicht im Büro.
    5. Tipp 5: Essen Sie Obst auf der Arbeit.
    6. Tipp 6: Hören Sie bei der Arbeit Naturgeräusche an.
    7. Tipp 7: Passen Sie Ihre Arbeitszeiten an das Wetter an.

Sie haben im Büro manchmal das Gefühl, dass Ihnen die Decke auf den Kopf fällt? Kein Wunder, denn bei einem Vollzeitjob verbringen Sie die meiste Zeit des Tages am Arbeitsplatz. Das kann schon einmal beklemmend und deprimierend sein. Vor allem, wenn draußen die Sonne lacht und die Vögel fröhlich zwitschern. Da würde wahrscheinlich jeder lieber im Wald spazieren gehen oder am See entspannen. Natürlich ist das nicht immer möglich. Wieso holen Sie sich nicht einfach ein bisschen Natur ins Büro? Wir erklären Ihnen, warum sich der Aufwand lohnt und wie es gelingt.

Warum Natur ins Büro holen?

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass uns die Natur gut tut. Die frische Luft, die Stille und verschiedene Düfte – sie alle sorgen dafür, dass wir uns besser fühlen. Stress wird gesenkt, das Immunsystem gestärkt und die Stimmung steigt an. Man kann also sagen, dass Natur uns gesund macht.

Wenn man allerdings nicht viel Zeit in der Natur verbringen kann, dann ist es eine gute Alternative, sich etwas Natur ins Büro zu holen. Das steigert das Wohlbefinden am Arbeitsplatz und sorgt für eine entspanntere Atmosphäre. Dadurch sind Sie weniger gestresst, produktiver und zufriedener.

Mehr grün im Büro: So klappt es mit einem grünen Arbeitsplatz!

Tipp 1: Statten Sie Ihren Arbeitsplatz mit Zimmerpflanzen aus

Kennen Sie die Konzernzentrale von Amazon in Seattle? Wenn nicht, müssen Sie sich dringend Bilder anschauen. Denn ein Teil von ihr sieht aus wie ein Gewächshaus – drei große Glaskuppeln und unter ihr zahlreiche Pflanzen. An diesem Ort sollen die Mitarbeiter abschalten können, sich wohlfühlen und Stress reduzieren.

Vielleicht im kleineren Rahmen, aber trotzdem können Sie es Amazon gleichtun. Stellen Sie einfach einige Zimmerpflanzen in Ihr Büro.

Vorteile von Pflanzen im Büro

  • Klar, Pflanzen sehen schön aus. Doch sie bringen auch weitere Vorteile mit sich:
  • Sie sorgen für eine höhere Luftfeuchtigkeit und reduzieren somit Staub. Außerdem ist dadurch die Heizungsluft weniger trocken, was Sie vor einem Austrocknen Ihrer Schleimhäute schützt.
  • Zimmerpflanzen absorbieren Schadstoffe. Die Luft wird also besser.
  • Sie sorgen für eine bessere Akustik. Es hallt weniger.
  • Einige Pflanzen versprühen einen angenehmen Duft im Raum.

Durch diese Vorteile wird die Arbeitsatmosphäre erheblich aufgewertet:

  • höhere Konzentrationsfähigkeit
  • Senkung der Fehlerhäufigkeit, höhere Leistungseffizienz
  • höhere Produktivität
  • Stressreduzierung
  • weniger Müdigkeitserscheinungen

Tipp 2: Gestalten Sie Ihr Büro mit Pflanzen-Wänden.

Es reicht Ihnen noch nicht, wenn Sie ein paar Zimmerpflanzen ins Büro stellen? Dann können Sie noch einen Schritt weitergehen und sich ganze Pflanzenwände zulegen. So nutzen Sie die Pflanze nicht nur als netten Dekoartikel, sondern sie wird zur Grundeinrichtung des Büros.

Mehr Grün im Büro heißt natürlich auch, dass sich die bereits genannten Vorteile verstärken. Also: Bessere Luft und Schallminimierung. Hinzu kommt, dass Sie sogar Heizkosten sparen können, denn der Mensch fühlt sich bei höherer Luftfeuchtigkeit schneller wohl, benötigt also eine geringere Raumtemperatur.

Darüber hinaus sparen Sie Platz, wenn die Pflanzen die Wand zieren und in keine Ecke gestellt werden müssen. Der einzige Nachteil ist vermutlich, dass Sie mehr Zeit für das Gießen der Pflanzen einplanen müssen.

Tipp 3: Arbeiten Sie auf einer Waldboden-Matte.

Büromitarbeiter sitzen den ganzen Tag vor ihrem Schreibtisch – das belastet ihre Gesundheit enorm. Immer öfters werden höhenverstellbare Schreibtische eingesetzt, damit auch im Stehen gearbeitet werden kann. Ist das die Lösung des Problems? Nicht unbedingt. Denn wer lange auf einem harten Boden steht, der belastet seine Füße und Beine stark.

Verwenden Sie deswegen eine Waldboden-Matte im Büro. Sie macht sich die Vorteile des Waldbodens zu Nutze: Sie ist weich und federt Bewegungen ab, sodass die Beine gut durchblutet werden. Ihre Beine und Füße werden also nicht müde, auch wenn Sie lange stehen.

Tipp 4: Nutzen Sie das Tageslicht im Büro.

Kennen Sie die bekannte Winterdepression? Sie fühlen sich antriebslos und sind schlecht drauf. Das liegt daran, dass es von Oktober bis Februar viel dunkler ist als im Sommer und Sie die Sonne zu selten zu Gesicht bekommen. Das gleiche kann passieren, wenn Sie jeden Tag in einem dunklen Büro sitzen. Bei zu wenig Licht wird das Hormon Melatonin ausgeschüttet, was auch als Müdemacher bezeichnet wird.

Wichtig sind also große Fenster, die Tageslicht hereinlassen. Auch die Anordnung der Tische spielt eine Rolle. Stellen Sie Ihre Tische quer zum Fenster auf, sodass das Tageslicht seitlich hereinkommt. Das vermeidet nervige Schattenwürfe oder blendendes Sonnenlicht.

Wenn das Tageslicht nicht ausreicht, sind dimmbare Lampen eine sinnvolle Ergänzung. So kann man das künstliche Licht immer dem natürlichen anpassen und es wird nicht zu grell.

Tipp 5: Essen Sie Obst auf der Arbeit.

An apple a day, keeps the doctor away. Das Sprichwort sagt aus, dass es gesund ist, regelmäßig Obst zu essen. Denn es liefert dem Körper Vitamine, die er tagtäglich benötigt. Warum also nicht Obst am Arbeitsplatz verzehren? Bereits viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern kostenlos Früchte an. Bei so einem Angebot sollten Sie auf jeden Fall zuschlagen und den Schokoriegel einmal liegen lassen. Holen Sie sich ein Stück Natur auf den Teller.

Tipp 6: Hören Sie bei der Arbeit Naturgeräusche an.

Musik am Arbeitsplatz kann dafür sorgen, dass Sie sich besser konzentrieren können. Natürlich sollten Sie sich nicht die Playlist Ihrer letzten Party anhören, denn dann lenken Sie sich eher ab. Geeignet zur Konzentrationssteigerung sind textlose Musik, ruhige Klänge oder eben Naturgeräusche wie Meeresrauschen oder Vogelgezwitscher. Sie sollen sich positiv auf das Denkvermögen und Ihr Wohlbefinden auswirken. Hier gilt: Einfach ausprobieren! Es ist nicht garantiert, dass sich jeder besser zu Meeresrauschen konzentrieren kann. Das ist individuell unterschiedlich. Klären Sie außerdem mit Ihrem Arbeitnehmer ab, ob er Musik am Arbeitsplatz erlaubt.

Tipp 7: Passen Sie Ihre Arbeitszeiten an das Wetter an.

All diese Tipps bringen Ihnen vielleicht ein Stück Natur ins Büro, allerdings kann nichts die „echte“ Natur ersetzen. So oft es geht, verbringen Sie Zeit in der Natur. Wenn Sie flexible Arbeitszeiten haben, dann sollten Sie diese nutzen.

Fangen Sie zum Beispiel im Winter früh an zu arbeiten, denn dann können Sie Feierabend machen, wenn es noch hell ist und etwas Zeit im Freien verbringen. Wenn Sie im Dunkeln das Haus verlassen und im Dunkeln wieder nach Hause kommen, ist es kein Wunder, dass Sie keine Natur zu Gesicht bekommen und das auf Ihre Stimmung schlägt.

Wenn es die betrieblichen Abläufe möglich machen, dann bleiben Sie doch einfach bei schlechtem Wetter etwas länger im Büro. So können Sie vielleicht bei schönem Wetter etwas eher gehen.