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10 Tipps für Morgenmuffel

10 Tipps für Morgenmuffel
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Tanja Tänzer am 19.02.2018

Besonders im Herbst und Winter, wenn die Tage kürzer werden, fällt es Morgenmuffeln meist schwer, überhaupt aus dem Bett zu kommen. Dabei sind Langschläfer oftmals Gefangene ihrer eigenen inneren Uhr, die zum Teil von genetischen Faktoren bestimmt wird. Der circadiane Rhythmus lässt sich jedoch auch beeinflussen und mit einigen Tipps und Tricks kann das morgendliche Martyrium des Aufstehens auch für Morgenmuffel wesentlich vereinfacht werden. Doch was hilft wirklich, um morgens besser aus den Federn zu kommen und können Langschläfer zu Morgenmenschen werden?

Die 10 besten Tipps für Morgenmuffel

Unsere innere Uhr regelt unsere Schlaf- und Wachzeiten und je nach Veranlagung tendieren wir eher dazu, Morgen- oder Abendmenschen zu sein. Welcher Gruppe man angehört, wird primär von unseren Genen bestimmt, wobei sich der persönliche Schlafrhythmus im Laufe unseres Lebens auch beeinflussen lässt. Studien zeigen in diesen Zusammenhang, dass es durchaus Vorteile hat, zur Gruppe der Morgenmenschen zu zählen. So fanden Wissenschaftler heraus, dass Morgenmenschen tendenziell glücklicher sind, ihre Ziele proaktiver in Angriff nehmen und weniger zu Depressionen neigen. Damit auch Morgenmuffel von diesen Vorteilen profitieren können, haben wir die besten 10 Tipps zusammengestellt, die auch Abendmenschen zu einem guten Start in den neuen Tag verhelfen.

Tipp 1: Licht

In dunklen Wintermonaten, in denen es morgens nur wenig Licht gibt, fällt das Aufstehen den meisten schwerer. Dabei hat Licht eine entscheidende Wirkung auf das Schlafhormon Melatonin. Es ist daher wichtig, morgens ausreichend Licht zu tanken, um schnell munter zu werden. Eine einfache Möglichkeit ist beispielsweise das Öffnen der Vorhänge oder das Hochziehen der Rollläden. Sollte dies nicht die gewünschte Wirkung bringen, kann auch auf eine Tageslichtlampe zurückgegriffen werden. Diese Energielampen entfalten ihre Wirkung besonders in der dunklen Jahreszeit und können dazu beitragen, die Stimmung am Morgen wesentlich zu verbessern.

Tipp 2: Morgenroutine

Ein fixes Morgenritual kann Morgenmuffel dabei unterstützen, den Start in den schwierigen Tagesanfang souverän zu meistern. Zeit ist dabei ein wichtiger Faktor, denn Stress am Morgen wirkt sich negativ auf die Stimmung aus. Nehmen Sie sich daher morgens genügend Zeit, um in Ruhe ein Frühstück zu genießen oder ein kleines Work-out zu machen. Je mehr Zeit Ihnen am Morgen zur Verfügung steht, desto einfacher wird der Start in den Tag.

Tipp 3: Schließen Sie den Tag eine Stunde früher ab

Morgenmuffel sind für gewöhnlich in den Abend- und Nachtstunden besonders aktiv und leistungsfähig. Um morgens besser aus dem Bett zu kommen, kann es jedoch hilfreich sein, den Tag abends bewusst eine Stunde früher abzuschließen und beispielsweise nach 22 Uhr keine neuen Arbeiten mehr in Angriff zu nehmen.

Tipp 4: Schrittweise Veränderung

Als Morgenmuffel wird man nicht über Nacht zu einem enthusiastischen Morgenmenschen. Es braucht Zeit, um festgefahrene Verhaltensmuster zu ändern und diese Zeit sollten Sie sich selbst auch geben. Setzen Sie sich daher realistische Ziele. Wenn Sie derzeit um 9 Uhr aufstehen, dann nehmen Sie im ersten Schritt ein Teilziel, wie beispielsweise das Aufstehen um 8.30 Uhr, in Angriff. In den darauffolgenden Wochen und Monaten können Sie sich an diese Zeit gewöhnen und Stück für Stück weiter nach vorne verlegen. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, sich für jeden Erfolg zu belohnen.

Tipp 5: Morgensport

Ein wenig Bewegung hilft dem Körper dabei, schneller wach zu werden. Sie müssen dazu morgens natürlich nicht joggen gehen oder das Fitnesscenter aufsuchen. Schon ein paar Yogaübungen oder etwas Gymnastik im Bett können den Kreislauf in Schwung bringen und den Start in den Tag erleichtern. Zudem kann auch ein kleiner morgendlicher Spaziergang dabei helfen, wacher zu werden und den Tag energiegeladen zu beginnen. Als Motivation, um doch ein wenig Morgensport zu betreiben, sollten Sie sich immer in Erinnerung rufen, dass Sport vor dem Frühstück die meisten Kalorien verbrennt und jede morgendliche Aktivität somit eine positive Wirkung auf Ihre Figur haben wird.

Tipp 6: Musik

Musik hat einen großen Einfluss auf unsere Stimmung. Dabei kann es Morgenmuffeln helfen, morgens ein paar Lieblingslieder zu hören, die positive Erinnerungen wecken. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Musik schon am Vorabend ausgewählt wird, da sonst die Chancen groß sind, morgens zu melancholischen Songs zu greifen, die das genaue Gegenteil bewirken.

Tipp 7: Kalt duschen

Sich morgens unter die kalte Dusche zu stellen erfordert Mut und Willensstärke. Es gibt für den Kreislauf und das Immunsystem jedoch kaum ein effektiveres Mittel, um schnell wach zu werden. Dabei wirkt sich eine kalte Dusche auch positiv auf das Wohlbefinden aus und fördert die Aufmerksamkeit. Alle jene, denen eine kalte Dusche zu radikal ist, können im ersten Schritt versuchen, nur das Gesicht oder die Beine mit kaltem Wasser zu waschen.

Tipp 8: Frühstücken

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, da der Blutzuckerspiegel morgens am niedrigsten ist. Unser Körper benötigt Flüssigkeit und Energie, um seine Reserven wieder aufzufüllen. Ein Glas lauwarmes Zitronenwasser wirkt sich dabei beispielsweise besonders günstig auf den Kreislauf, aber auch auf Verstopfungen und Kopfschmerzen aus. Zudem helfen auch Früchte und proteinreiche Lebensmittel dem Körper, schnell Energie zu tanken und die Müdigkeit zu mindern.

Tipp 9: Die richtige Schlafvorbereitung

Abendmenschen haben nachts häufig Probleme mit dem Einschlafen. Um zu vermeiden, dass sich Morgenmuffel nachts stundenlang im Bett wälzen, sollte der Körper bewusst auf die Schlafphase vorbereitet werden. Dazu kann beispielsweise die Lautstärke des Fernsehers oder des Radios schon am frühen Abend reduziert werden und auch das Entfernen elektronischer Geräte aus dem Schlafzimmer kann dabei helfen, schneller einzuschlafen.

Tipp 10: Der richtige Wecker

Laute Wecker, die einen unangenehmen Piepton haben, können selbst Morgenmenschen den Start in den Tag verderben. Achten Sie daher bei der Auswahl eines neuen Weckers auf einen angenehmen Weckton und stellen Sie den Wecker wenn möglich am anderen Ende des Raums auf. So müssen Sie morgens aufstehen, um den Wecker auszuschalten und tricksen sich somit selbst aus.