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10 Regeln: So werden Sie eine bessere Führungskraft

10 Regeln: So werden Sie eine bessere Führungskraft
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Jana Fast am 23.12.2016

Niemand wird mit Führungskompetenz geboren. Ebenso wie andere berufliche oder soziale Kompetenzen muss auch diese im Laufe der Zeit erworben werden. Egal ob Sie bereits seit längerem im Management tätig sind, oder eine Führungsposition anstreben und sich darauf vorbereiten möchten: Hier finden Sie die wichtigsten Schlüsselqualifikation, die eine gute Führungskraft ausmachen.

Was zeichnet eine gute Führungskraft aus? 

1. Kommunikation

Die wichtigste Regel lautet: Kommunikation ist das A und O. Ein regelma?ßiger Austausch mit Ihren Mitarbeitern gehört zu Ihren wichtigsten Aufgaben als Führungskraft. Stellen Sie sicher, dass Sie zu jedem Zeitpunkt wissen, woran die einzelnen Angestellten arbeiten, wie gut oder schlecht sie ihre Aufgaben erledigen, und in welchen Bereichen es Schwierigkeiten gibt. Dazu gehört unweigerlich das Zuhören. Nehmen Sie sich Zeit, um mit jedem Ihrer Mitarbeiter zu sprechen und hören Sie dabei ganz aufmerksam zu. Welche Bedenken, Wünsche, Kritik, oder Ähnliches äußern Ihre Angestellten? Stellen Sie sich immer die Frage, was Sie tun können, um Ihren Angestellten einen reibungslosen Arbeitsprozess ermöglichen können. Stellen Sie zur Verfügung, was diese benötigen, um die täglichen Herausforderungen bewältigen zu können. Ebenso wichtig wie das Zuhören ist aber auch, dass Sie selbst Ihre Erwartungen an Ihr Team kommunizieren. 

2. Vorbild

Große Reden schwingen aber auf Worte keine Taten folgen lassen? Nein, eine gute Führungskraft steht zu ihren Entscheidungen und auch zu ihren Versprechen. Seien Sie in jeder Situation ein Vorbild für Ihr Team. Wenn Sie möchten, dass Ihre Mitarbeiter stets pünktlich zur Arbeit erscheinen, dann tun Sie dies auch. Wenn Ihnen besonders wichtig ist, dass Ihre Angestellten Fristen einhalten, dann gehen Sie ebenfalls mit gutem Beispiel voran. Verschieben Sie keine Termine mit Ihren Mitarbeitern, nehmen Sie Ihre Führungsaufgabe sehr ernst und agieren Sie stets so, dass Ihre Angestellten zu Ihnen aufblicken können.

3. Ein Team 

Müssen Ihre Angestellten Überstunden machen, dann bleiben auch Sie länger. Damit zeigen Sie, dass Sie ein Teil des Teams sind und nicht über den Anderen stehen. Sie verstärken damit Ihre Vorbild-Funktion und machen sich damit auch automatisch viel beliebter in Ihrem Team. Sie vermitteln, dass Sie alle an einem Strang ziehen. Dies wirkt sich positiv auf das gesamte Betriebsklima aus. Ein weiterer Tipp: Zeigen Sie öfter Präsenz, zum Beispiel, indem Sie einmal in der Woche mit Ihrem gesamten Team zusammen Mittagspause machen. Das schweißt zusammen und ermöglicht eine bessere Führung, denn Ihre Angestellten arbeiten nicht gegen Sie, sondern mit Ihnen zusammen.

4. Motivation

Eine wirklich gute Führungskraft schafft es, ihre Mitarbeiter stets zu motivieren. Sie müssen dabei selbst begeistert und überzeugt von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung sein. Wenn Sie dies sind, übertragen Sie diese Leidenschaft auf Ihr Team. Spornen Sie diese an, immer ihr Bestes zu geben. 

5. Vertrauen

Wenn Sie bereits seit längerem mit Ihren Angestellten zusammenarbeiten, können Sie darauf vertrauen, dass Sie ein gutes Team haben. Lassen Sie Ihr Team ihre Arbeit machen, ohne an der Qualität dieser zu zweifeln. Schreiten Sie nur ein, wenn dies absolute notwendig ist. Merken Ihre Angestellten, dass Sie ihnen nicht vertrauen, kann das eine erfolgreiche Zusammenarbeit sehr belasten, was sich wiederum negativ auf das gesamte Betriebsklima auswirken kann. Vertrauen Sie in die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter. Wenn Sie Aufgaben delegieren, lassen Sie sie in Ruhe ausführen, ohne ihnen dabei nervös über die Schulter zu schauen. Haben Sie vertrauen. 

6.  Verantwortung

Sie tragen als (angehende) Führungskraft nicht nur die Verantwortung für Ihr Team, sondern auch für Ihre Arbeit und Ihre Entscheidungen. Wenn Sie Fehler machen, dann stehen Sie dazu. Ein souveräner Umgang mit Fehlern und Rückschlägen gehört ebenso zur Aufgabe einer Führungskraft wie das Einheimsen von Lob nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Lernen Sie, mit Niederlagen souverän umzugehen. Auf keinen Fall sollten Sie nach Ausreden suchen oder versuchen, eine Fehlentscheidung zu rechtfertigen. Sparen Sie sich Schuldzuweisungen. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Handeln und Sie werden merken, dass Sie gestärkt aus dieser Situation hervorgehen werden.

7. Akzeptanz

Es wird Momente in Ihrer Karriere geben, an denen Sie an sich selbst zweifeln werden. Dies kann in stressigen Zeiten sein, wenn Sie sich mit allem Überfordert fühlen. Oder auch, wenn die Firma Verluste macht und Sie nicht wissen, wie lange dies noch so weitergehen kann. Akzeptieren Sie, dass Sie nicht alles kontrollieren können. Seien Sie realistisch und rechnen Sie einfach auch mit schwierigen Zeiten. Bleiben Sie am Ball und geben Sie immer Ihr Bestes, um das Schlimmste abzuwenden. In schwierigen Zeiten müssen Sie Ihre Vorbild-Funktion besonders ernst nehmen. Verfallen Sie nicht in Wut darüber, dass Sie nicht alles kontrollieren können und akzeptieren Sie, dass in Ihrer beruflichen Laufbahn nicht immer nur alles rosig laufen kann. Doch auf Regen folgt bekanntlich ja immer noch der Sonnenschein.

8. Aufgeschlossen

Neue Ideen, neue Blickwinkel, neue Arbeitsweisen. Das alles kann den Erfolg Ihres Teams positiv beeinflussen! Seien Sie aufgeschlossen gegenüber Neuem. Geben Sie kreativen Mitarbeitern Raum, ihre Ideen zu äußern und auch auszuprobieren. Knüpfen Sie regelma?ßig neue Kontakte und profitieren Sie von der Meinung von Außenstehenden. Dass alles erweitert Ihren Horizont und verbessert damit auch Ihre Führungskompetenz. Verharren Sie nicht in festgefahrenen Strukturen. Wenn ein Arbeitsschritt nicht mehr lukrativ ist, ändern Sie diesen und probieren Sie etwas anderes aus. Aufgeschlossenheit und Offenheit haben schon für so manches Erfolgserlebnis gesorgt!

9. Lernen

Lernen Sie aus Ihren Fehlern, lernen Sie neue Führungskompetenzen, und lernen Sie, ein guter Vorgesetzter zu sein. Besuchen Sie Weiterbildungen und Schulungen. Lassen Sie sich coachen. Lebenslanges Lernen gehört ebenso zum Berufsleben wie auch zum Privatleben. Ihre Aufgabe als Führungskraft können Sie nur dann wirklich gut machen, wenn Sie Ihre persönlichen Kompetenzen regelma?ßig schulen, aber auch Ihre fachlichen Kenntnisse immer wieder auf den neusten Stand bringen. 

10. Ehrgeiz 

Als gute Führungskraft sind Sie selbstverständlich sehr ehrgeizig. Doch seien Sie dies auch an den richtigen Stellen! Versuchen Sie immer, jeden einzelnen Arbeitsschritt zu optimieren. In jedem Unternehmen gibt es Dinge, die verbessert werden können. Analysieren Sie häufige Fehlerquellen und finden Sie einen Weg, diese zu umgehen. Streichen Sie unnötige Arbeitsschritte. Versuchen Sie, Ihre Arbeit und auch die Arbeit Ihres Teams kontinuierlich zu verbessern. Dies kostet Sie zwar für den Moment Zeit, kann aber im Endeffekt den gesamten Arbeitsablauf in Ihrer Abteilung produktiver gestalten und Ihre Mitarbeiter sogar entlasten. Egal was Sie tun, seien Sie mit viel Leidenschaft und Ehrgeiz bei der Sache!